Der NNU diskutiert

Sagt etwas dazu!

der NNU bereitet " Bildbeschreibung mit Damenwahl und Musik" vor


Der Neue Notwendige Untergrund ist auf der eigenen Seite zu erreichen:
www.neuernotwendigeruntergrund.de

Nach erfolgreicher Premiere und Aufführungen von "hamlet:maschine ophelia" mit vier ausverkauften Vorstellungen in der Theaterkapelle, mehreren internationalen Projekten im "Cafe Müller" und sehr spannenden Zuschauergesprächen und Reaktionen, tritt der NNU in eine kurze Besinnungs- und Arbeitspause zu Bildbeschreibung von H. Müller. Der Weblog wird erst nach und nach mit Kritiken, Fotos und neuen Infos bestückt. Bitte habt Geduld und Verständnis für unsere Rast nach der Arbeit. Es war für alle hart. Hierfür allen beteiligten nochmals vielen herzlichen Dank. Und unsere Website ist in Arbeit.
Bei wichtigen Anfragen unter uweschmieder@t-online.de melden. Das nächste NNU Treffen ist am 20. März 11.00 Uhr in der Fehrbellinerstr. 6 ( Fähre) .
Uwe Schmieder

„Hamlet:Maschine Ophelia“ nach Heiner Müller

VERWEIGERUNG STILLSTAND EXPLOSION - „Ich spiele keine Rolle mehr“
In der „Hamletfabrik “ wird politisches Theater fabriziert. Das Theaterspektakel „Hamlet:Maschine Ophelia“ kombiniert verschiedenste Theaterästhetiken, benutzt die Kraft von Theaterbildern und lässt Menschenmassen im Theater wie auf dem Laufsteg der Welt aufeinander treffen. Hier wird getanzt, gesprochen, gebrüllt, geschwiegen, gelacht, geweint, gelogen, gesungen, musiziert, gestöhnt, verweigert und gegen die Langeweile gespielt. Hamlet's und Ophelia's vereint im Chor als revolutionäre Kraft. Zwar unterschiedlich in den Sprachen und Vorstellungen, doch gleich gesinnt in ihren künstlerischen Ansprüchen, sind die Hamletfabrikarbeiter, wie auch Müllers Figuren Hamlet- Mann und Ophelia- Frau auf der Suche nach dem Sinn von Theater und ihrer Rolle im Leben. „Hamlet:Maschine Ophelia“ ist ein Spektakel über Liebe, eine Collage über Kriege und Versöhnung. Ein gemeinsames Suchen nach einer Utopie und der Versuch mögliche Überlebungsformen zu finden, auf dem großen Schlachtfeld der Ungerechtigkeiten unseres (Theater) Lebens.

Hamletfabrik I in Rom auf Forte Prenestino vom 3.8.-10.8.2009 auch klicken auf http:hamletfabrik.blogspot.com

DIE LANDUNG
Viel Erlebtes haben wir erfahren In einer Stadt die Rom hieß und auch so aussieht
aber sich anders anfühlte als wir dort waren an einem Ort hinter verschlossenen Türen 8 Tage - und wie wird DIXIKLO geschrieben- und ausgehalten und ertragen haben wir dort einiges und glücklich waren wir alle und nach Hause gekommen sind wir auch wieder und haben dann dort weitergemacht bis es geschneit hat und wissen nun mehr über maschinen und hamlet und ophelia und liebe und "Something is rotten in this age of hope" und laut rufen auch wir von Berlin nach Rom, weiter so und "ohne Hoffnung und ohne Verzweiflung leben" und groß war es und Wahnsinnig war es auch
eben Theater .

Der SCHREI 1
Wer wann bin ich was wann kann ich Wo wann soll ich warum wann muss ich wohin wann geh ich schreien die gespenster hinter der stirn später dort auch schmerzen irgendwann wieder ruhe und leere dann beginne ich über mich zu denken muss vergangenes rausschreien und träumen muss ich von neuen bildern und vom anders wollen in den morgen hinein aber träume bleiben ohne arbeit utopie.
Schweigen ist das letzte Theater und eine Erfindung der Irdischen

Maschinenarbeit
Im Kopf wenn ich anfange durch mich hindurchzudenken hört nichts mehr auf Bilder arbeiten in den Tag und Nachts beim Träumen gehe ich ins kalte nasse Nichts
18.01. 2010 Uwe Schmieder,

Was ist das "Cafe Müller"

Das "Café Müller" ist ein Podium für die Künstler des NNU und eine sich immer weiter entwickelnde Theaterarbeitswerkstatt, die innerhalb der verschiedenen Projekte des NNU arbeitet und somit zusätzliche Projekte oder Ideen verwirklicht. ( zum Beispiel: Die Band -The No Fears-, Frauentagsveranstaltungen, Wo ist der Morgen den wir gestern schon sahn u.a.) Im Cafe Müller ist immer Platz neue Ideen zu sammeln oder weiter zuentwickeln. Welcher Schauspieler möchte was mit wem und warum machen? Welcher aktuell politische Text oder welches Ereignis usw. soll behandelt werden in naher oder ferner Zukunft? Im "Cafe Müller" ist es möglich, (sich) auszuprobieren oder wegzuschmeißen, Gedanken zu Projekten zu äußern und zu disskutieren, Gleichgesinnte und Gegner zu finden, Zukünftiges zu besprechen, zu planen oder zu voranzutreiben. Das Cafe Müller arbeitet immer in Eigenverantwortung der einzelnen Künstler oder in sogenannten Brigaden und hat nicht den Anspruch auf fertige Ergebnisse.Es ist und bleibt somit auch immer ein Wagnis.

Die Umsiedlerin oder das Leben auf dem Lande H. Müller

Regie: Uwe Schmieder
Dramaturgie: Eckart Seilacher, Franziska Huhn
Spiel und Musik: Liv Bronner, Anete Colacioppo, Rike Eckermann, Andrzej Fikus, Angelina Geisler, Thomas Giegerich, Simon Gläsner, Antje Görner, Markus Götze, Tom Helmprecht, Gregor von Holdt, Nicole Janze, Andreas Kamp, Aurora Kellermann, Katharina Kellin, Juliane Kissner, László Klapcsik, Boris A. Knop, Franziska Naumann, Irene Oberrauch, Constanze Roséno, Lilith Rudhart, Wolf Scheidt, Gerd Schönfeld, Jörg Tatarczyk, Judith Thimm, Natascha Zimmermann

musikalische Leitung: Markus Götze
Rauminstallation/Wandzeitung: Richard Rabensaat
Produktionsleitung/ Regieass./ Souffleuse: Natascha Zimmermann
Technik: Nils Marstaller, Micky Esch
Video-Begleitung: Thomas Meyer
Café Müller-Team: Michael Besch, Stefanie Witzlsperger

Die Umsiedler des NNU danken
dem Team der Theaterkapelle für die Möglichkeit zur Umsiedlung (danke Christina, Steffi, Stefan, Holger!); dem Orphtheater für die vielen Leihgaben; Henning Streck vom Deutschen Theater für die Kronleuchter; den Gästen des „Café Müller“ (Paul M. Waschkau, Hans-Werner Kroesinger, R69, sounding); Helmut Sarkowski und Martin Eckermann für den Film "Wege übers Land"; Tom Mustroph; Karl-Heinz Möller, dem Fondrak von 1961; Ulf Harr für das Logo; dem Stylewerk Hartheim für die T-Shirts; der theatrevolution; Harald Harzheim; der Firma Packesel; Christian Schulz; Micky Esch/HAU; Clara Schmieder; der Volksbühne; allen ehrenamtlichen Helfern, ohne die das Projekt nicht hätte stattfinden können; dem Theaterverlag henschel Schauspiel für die Rechte; Heiner Müller; und den Zuschauern, die mit ihrem Eintrittsgeld dieses Projekt finanzieren.

Downloads

Programmzettel-Vorstellungen (pdf, 549 KB)

Premiereneinladung (pdf, 585 KB)

Presseinfo-Premiere (pdf, 112 KB)

Plakat-Umsiedlerin (pdf, 284 KB)

NNU Chronologie

Notwendiger Neuer Untergrund
Die Künstlergruppierung des NNU arbeitet unter der Leitung von Uwe Schmieder seit dem Jahre 2003 kontinuierlich mit den selben Künstlern und Freunden unterschiedlichster Sparten zusammen. Seit der Gründung fanden mehrere Arbeitsbegegnungen statt, die vor einer interessierten Öffentlichkeit gezeigt wurden. (siehe Chronologie).
Theateraufführungen, Performances, politische Revuen, gespielten Lesungen, Punkkonzerte, Kunstpartys u.a. Veranstaltungen zählen zum Spielplan. Das Erfinden von surrealen Spiel und Lebenssituationen interessanter Menschen, das Suchen nach spannenden Geschichten und Ereignissen in unserem Umfeld, das Neuempfinden des Spielspasses auf der gemeinsamen manchmal öffentlichen Probe, bestimmen den Arbeitsprozess und später auch das Zeigen des gemeinsamen Gefundenen. Das Ziel unseres Miteinander ist ein modernes Theater und Spielen zu entwickeln in dem die Langeweile keinen Platz hat. Altbewährte theatralische Mittel, wie chorisches Sprechen, oder gemeinsames Singen von Liedgut wird wieder neu entdeckt und verwendet. Es wird „vertanztes Körpertheater“ eingearbeitet, live eingespielte Musikelemente verarbeitet, oder auch statisches „modernes“ Sprechtheater verwendet. Auf diese Weide werden unterschiedliche Theaterspielweisen nebeneinander verwendet, ohne sich gegenseitig auszuschließen. So könnte ein notwendiges, neues und ganz und gar untergründiges Theater für unsere Zuschauer und unser Künstler/Leben entstehen.
Das SCHWIERIGE an unserem LEBEN und im THEATER, ist das AUSHALTEN von gestellten FRAGEN, das NICHTSTTUN im Tun und die Angst vor der LANGEWEILE im zuschauenden RAUM. Wenn Leben/Theater aufgeführt wird, kommen MENSCHEN und haben zu Recht hohe ERWARTUNGEN auf das Dargestellte und die ANTWORTEN auf ihre Fragen, wollen dann auch bewältigt sein. Was wird HEUTE gespielt, WARUM wird es gespielt, soll uns DAS GEZEIGTE etwa gefallen, und was soll uns das HIER und JETZT erzählen? NIEMAND erträgt mehr, eine schwierige und unbewältigte Situation auszuhalten, den eigenen Stillstand wahrzunehmen. Denn GRUNDSÄTZLICH ist es immer erst mal leichter, sich gemeinsam Fragen zu stellen und sofort einfache LÖSUNGEN anzubieten, als gemeinsam mit Menschen darüber zu SCHWEIGEN und die Fragen unbeantwortet auszuhalten. Das SCHWEIGEN, die STILLE, das AUSHALTEN von Krisen, sind aber wichtige Ausgangspunkte für unser Leben/Theater und NIEMAND muss auf die gestellten Fragen immer auch gleich die lösenden Antworten parat haben. Das wäre langweilig, zu einfach und gar nicht mehr AUFREGEND.
Das gesellschaftliche/ theatralische Problem ist doch: Wenn im Leben /Theater keine plausiblen Lösungen der Probleme geliefert werden, entsteht HILFLOSICHKEIT und DESINTERESSE bei dem einen und ANGST und STRESS bei dem anderen. Somit ist aber, bei dem Menschen/Zuschauer und bei UNS den Künstlern, kein wirkliches und wertfreies DENKEN mehr möglich. Aber gerade in diesen gemeinsamen und seltenen Momenten des Denkens im aushalten von Nichts, der eigenen HILFLOSIKEIT, werden die bleibendsten ERFAHRUNGEN und ERKENNTNISSE gemacht. Das erfordert natürlich MUT von allen. Aber erst durch diesen UNTERGRÜNDIGEN Mut, kann einen THEATER, ein THEMA, ein STÜCK Leben wieder völlig NEU definiert werden. Sicher ist das schwer zu zulassen, aber es ist NOTWENDIG. Denn erst wenn wir das NICHTS zulassen, passiert ungeheuer VIEL Neues.
Wie definieren WIR den UNTERGRUND
Zuerst überzeuge man sich von der notwendigen Beschaffenheit des Stoffes Alles, was lose ist oder herumhängt, stellt eine Gefahr dar, gehört einer verkommenen Zeit an, ist instabil und deshalb gründlich zu entfernen. Der Untergrund ist immer entscheidend für das Gelingen eines Vorhabens er liegt tief, ganz unten. Auf ihm baut alles auf, jede Schicht, ja der gesamte Überbau. Er steht ganz am Anfang, denn nichts geht ohne ihn. Der Untergrund ist wichtig und der Umgang mit ihm sorgfältig zu handhaben. Denn je mehr ein Untergrund Festigkeit gewinnt, desto mehr kann man ihn ausbauen. Alles weitere, selbst die kühnsten Vorstellungen und Taten gründen auf ihm. Er funktioniert wie ein Fundament. Zuerst muss alles vorherige gründlich überarbeitet und wenn notwendig, beseitigt werden. Dabei sollte man sehr radikal sein und man sollte sich um früheres nur insoweit kümmern, indem man es entweder benutzt, oder gar ganz überwindet. Denn es soll ja Neues, Notwendiges entstehen und etwas spannendes „Schönes“ geschaffen werden.
Bis Ende der 80er Jahre konnte sich der „Untergrund“ (oder „Underground“) bzw. eine Ästhetik des Untergrunds vor allem politisch-ideologisch zeigen. Er war Bestandteil der Gesellschaft in einer konträren bzw. alternativen Lebensform. Heute ist diese Lebens und Arbeitskultur ganz allmählich verschwunden, da selbst der Untergrund seine eigene Armut nicht mehr stand- und aushält. Nur durch äußerste Anstrengungen und einem nie da gewesenen Idealismus kann das Sterben der Untergrundkultur verhindert werden. Alles, was davon noch überlebt hat, ist meist längst in einem etablierten Rahmen integriert worden.
Das Programm des NNU liegt im „Risiko des Authentischen”, das was gesagt werden soll, darf sich keinem ästhetischen Kompromiss unterwerfen, keinerlei “Geschmacksniveau” unterliegen und keinerlei Erwartungen erfüllen. In dem Moment, wo das Theater Erwartungen erfüllt, ästhetische oder inhaltliche Standards bedient, in diesem Moment hat es verloren.
Unsere Definition der Authentizität ist nicht neu, aber gerade jetzt notwendig, wenn unsere Theateridee nicht sterben soll. Unser Begriff des Untergrunds hat nichts zu tun mit Bohème-Romantik oder Outlaw-Posen des 19. Jahrhunderts. Er meint performativen Rohstoff, mit allen Ecken und Kanten. Er bezeichnet ein Gebiet, wo „Professionalität“ vorhanden ist, aber nicht als Zensurwort missbraucht wird.
Chronologie 2003 bis 2009
2009
- „Workshop in Rom“ zu den Texten „Bildbeschreibung“ und „Hamletmaschine“
künstlerische Leitung Uwe Schmieder mit dem Ensemble des NNU
- „Die Umsiedlerin“ nach H. Müller;
öffentliche Kunstbesetzung der Theaterkapelle in Friedrichshain künstlerische Leitung: Uwe Schmieder
2008
- „Todesanzeige und andere Stücke“ nach H. Müller; Regie: Uwe Schmieder
2007-
„Monster, Klaviere, Explosionen“ nach U.B. Kant; Regie: Uwe Schmieder
2006
- „NO FEAR- Punk“ Theaterkonzert/ Punkcollage nach Müller; Regie: Schmieder
- „Iphigenie auf Tauris“ von R.W. Fassbinder; Regie: Uwe Schmieder
2005
- „ERNST“ I. Kroitzsch Regie: Uwe Schmieder
- „Leben und der Tod des Peter Göring“ Th. Brasch /L. Trolle; Regie: Schmieder
2004
- „Hyänenherz/ Traum eines Kamikazefliegers” P M Waschkau; Regie: Kroesinger
- „Arsenik.Blüten.Projekt“ –von Danielle Sarréra; Regie Waschkau/ Schmieder
-„Wo ist der Morgen den wir gestern sahen“ nach H. Müller Regie: Schmieder
- „30 Jahre - Weltjugendfestspiele 73“ ; Regie: Schmieder
2003
Diskussionen und Kunstperformances u.a.
- „Sitzt einer und denkt es sind zwei“ Performance von und mit Dieter Kölsch
- 1. Intern. Kongress zum Mythos Danielle Sarréra Leitung & Initiator: P M Waschkau
- „Hass & Sexualität“ – Performances mit H. Harzheim Chady Seubert, Ines Burdow
- „Subkultur im Over & Underground“
- „Tod & Texte“ Performance von Rainer Gross, Igor Kroitzsch, Adriana Bohocki
„Sub.Versionen“ – Performance Stefan Liebermann, Franziska Naumann

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